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Ärger über die gesamtrussische FIDE-Mannschaft, während die neue 'Fast Classical'-Bedenkzeit ihr Debüt feiert

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Die Frauen-Schachweltmeisterschaft der Mannschaften hat in Linares begonnen, aber es steht mehr auf dem Spiel als nur Schach.

FIDE, der Weltdachverband des Schachs, verkündete am Dienstag einen „feurigen Start“ der Frauen-Schachweltmeisterschaft der Mannschaften in der spanischen Stadt Linares – und das war nicht falsch.

Am Brett zeigten Indiens IM Savitha Shri B und die chinesische WGM Zhai Mo taktische Brillanz, während FIDEs neue „Fast Classical“-Bedenkzeit ihr Debüt feierte. Beide erzielten überzeugende Siege für ihre Mannschaften.

Fast Classical sind Partien mit 45+30 auf der Uhr, die sowohl für Fans leicht konsumierbar als auch von hoher Qualität sein sollen. FIDE hofft, diese Bedenkzeit bei Erfolg in weiteren Turnieren einzusetzen.

Doch das Feuer zu Beginn dieses besonderen Turniers, das an einem der ikonischsten Orte der Schachgeschichte stattfindet, lodert auch wegen etwas anderem: der Existenz einer höchst umstrittenen Mannschaft, Team FIDE.

GM Aleksandra Goryachkina spielt für Team FIDE.
GM Aleksandra Goryachkina spielt für Team FIDE.
Foto: Pavel Dvorkovich/FIDE.

Nach dem ersten Tag hat Team FIDE – das unter anderem die GMs Alexandra Goryachkina und Kateryna Lagno zu seinen Mitgliedern zählt – eine souveräne Führung in Pool A übernommen und überzeugende Siege gegen die USA und Kasachstan errungen.

Doch dies ist eine Mannschaft, die ausschließlich aus russischen Spielerinnen besteht, die unter der neutralen FIDE-Flagge antreten. Angeblich ist dies keine russische Mannschaft, aber sie ist es – und das ist ein Problem.

Seit der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 folgt FIDE den Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und schließt russische und belarussische Mannschaften von internationalen Wettbewerben aus.

Noch im Mai 2025 bekräftigte das IOC seine Entscheidung, die russischen und belarussischen Sportverbände und ihre Mannschaften auszuschließen. Es gibt dort keine Bewegung.

Doch FIDE lockert langsam seine Regeln, sowohl bei Junioren- und Behindertenveranstaltungen als auch nun bei Frauenturnieren. Zum ersten Mal bei einem großen Ereignis außerhalb dieser Kategorien hat FIDE nun eine rein russische Aufstellung bei den Frauen-Weltmeisterschaften der Mannschaften zugelassen.

Die ukrainische Schachgemeinschaft ist in Aufruhr. Die Frage für die Ukraine lautet: Wie können sie das stoppen? Spielerinnen haben mit einem Boykott des Ereignisses gedroht, der ukrainische Schachverband behauptet, FIDE habe seine eigenen Regeln gebrochen, und es wurden Beschwerden beim IOC eingereicht.

Eine Beschwerde in letzter Minute bei den spanischen Sportbehörden Anfang dieser Woche gegen die Teilnahme von Team FIDE scheint nichts gebracht zu haben. FIDE hat darauf bestanden, dass Team FIDE spielen sollte, und behauptet, vom IOC „keinen Einwand“ erhalten zu haben.

Die Ukraine und ihre Unterstützer, zu denen die lautstarken Oppositionskampagnen IM George Mastrokoukos und GM Peter Heine Nielsen gehören, sehen das anders.

Das Argument ist, dass dies der sprichwörtliche Keil ist, der die Tür öffnet: Die Zulassung von Team FIDE ebnet den Weg für die Wiederzulassung aller russischen Mannschaften. FIDE hat bereits bestätigt, dass ein entsprechender Punkt auf der Tagesordnung der nächsten Generalversammlung im Dezember steht.

Was nun passiert, ist unklar. Diese Veranstaltung wird trotz der Proteste fortgesetzt. Ist das bereits ein Sieg für Team FIDE?

Die Ukraine, derzeitige Olympiasiegerin, reiste nicht mit ihrer besten Aufstellung nach Linares. Ihr junges Team unterlag in Runde 1 gegen Indien.

Können „Russland“ und die Ukraine hier am Brett aufeinandertreffen? Werden die Spielerinnen sich die Hand geben? Wie würde ein Sieg von Team FIDE in Russland präsentiert werden?

Hier braut sich ein potenzieller internationaler Zwischenfall zusammen, und wieder einmal dient Schach als Versuchskaninchen, um die Reaktion zu testen.

Diese Auseinandersetzung wird weiter schwelen und ist weit mehr als nur eine faszinierende und wichtige Nebenhandlung zum Hauptgeschehen. Die Frauen-Schachweltmeisterschaft der Mannschaften ist ein weiteres Schachturnier, das als Stellvertreter für einen viel größeren Kampf genutzt wird.

In der Zwischenzeit sieht Team FIDE beeindruckend aus.

Runde 3 beginnt am 19. November um 13:30 Uhr Ortszeit. Die Partien können live auf dem FIDE YouTube-Kanal verfolgt werden, mit Expertenkommentaren der GMs Antoaneta Stefanova und Ivan Cheparinov.

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