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Dvorkovich gratuliert Zurab zum entscheidenden Wahlsieg bei der Europäischen Schachunion

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Das Ergebnis und die Botschaft haben eine Debatte über die zukünftige Ausrichtung des europäischen Schachs ausgelöst.

Diejenigen, die auf eine Veränderung im Schach gehofft hatten, wurden am Wochenende enttäuscht. Die alte Garde geht nirgendwo hin.

Die heiß umkämpfte Wahl der Europäischen Schachunion, die in Bukarest, Rumänien, stattfand, wurde als wichtiger Gradmesser vor der diesjährigen FIDE-Wahl angesehen.

Was normalerweise ein trockenes Treffen ist, wurde diesmal durch einen Hauch von Starruhm aufgewertet: rumänisches Königshaus in Gestalt der Olympia-Legende Nadia Comăneci.

World Chess CEO Ilya Merenzon war vor Ort, um die Ereignisse zu verfolgen:

Doch das Hauptgeschäft der Wahl endete mit einem entscheidenden Sieg des Amtsinhabers Zurab Azmaiparashvili, der dem umstrittenen Mann, der seit 2014 die europäische Schachszene leitet, weitere vier Jahre bescherte.

Azmaiparashvilis Liste erhielt 35 der 53 abgegebenen Stimmen und besiegte damit die Opposition des polnischen Herausforderers Lukasz Turlej und Bachar Kouatly aus Frankreich. Sie erhielten nur 11 bzw. 7 Stimmen.

Der georgische GM ist nun in seiner fünften Amtszeit.

Azmaiparashvili hat eine lange Liste von Skandalen und unangenehmen Vorfällen hinter sich, sowohl als Spieler als auch als Funktionär, von seiner Verhaftung bei der Schacholympiade 2004 in Calvia bis hin zur Verwendung einer rassistischen Beleidigung bei der Beschimpfung von GM Anton Kovalyov beim Weltcup 2017.

Aber auch Azmaiparashvilis Gegner bei der Wahl waren nicht über Kritik erhaben.

Turlej, der sich der Unterstützung seines eigenen Verbandes nicht sicher sein konnte, stand aufgrund eines angeblichen Interessenkonflikts mit seiner Rolle als FIDE-Generalsekretär im Fokus. Er musste auch seine Ansichten zum Krieg in der Ukraine verteidigen.

Kouatly wiederum war der favorisierte Kandidat von Wadim Rosenstein, dem deutschen Milliardär, der eine Kandidatur für das Amt des FIDE-Präsidenten anstrebt. Er hatte Unterstützung im Rücken und die Unterstützung Deutschlands, des größten Verbandes in Europa, konnte aber nicht liefern.

FIDEs derzeitiger Präsident Arkady Dvorkovich war anwesend und gratulierte Azmaiparashvili später öffentlich. Dvorkovichs Kommentare lösten in den sozialen Medien sowohl Zustimmung als auch Kritik aus.

Es scheint, dass Azmaiparashvilis Wiederwahl Dvorkovich in die Karten spielt, der jede gegen ihn aufkeimende Koalition besiegen will. Wenn es um Dvorkovich geht, steht die Frage, ob FIDE einen russischen Präsidenten haben sollte, und noch dazu einen ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Russlands, stets im Mittelpunkt derer, die ihn ablehnen.

Azmaiparashvili hingegen zählt viele aus dem anti-russischen Flügel der FIDE zu seinen Unterstützern.

Dennoch schrieb Dvorkovich in einem Beitrag auf X:

Azmaiparashvili sicherte sich seine Amtszeit mit dem Versprechen, mehr Geld in das europäische Schach zu pumpen und 2027 eine neue European Chess Super League mit 500.000 Euro sowie eine Women's Super League zu starten.

Die große Wahl für die Schachwelt findet im September statt, wenn Dvorkovich sich der Wiederwahl stellt und sich Herausforderungen von Rosenstein, dem Mann hinter dem WR Chess-Imperium und FIDE-Delegierten Deutschlands, sowie der Reformliste unter der Führung eines weiteren deutschen Milliardärs, Jan Henric Buettner, stellen muss.

Die FIDE-Generalversammlung, die rund 200 Stimmen aus der ganzen Welt umfasst, wird darüber entscheiden. Stand jetzt deuten die Anzeichen darauf hin, dass die alte Garde erneut die Oberhand behalten wird.

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