Guinea, die Marshallinseln und Kiribati in die FIDE-Familie aufgenommen (und Burkina Faso wieder willkommen geheißen)

Während es zweifellos Chaos und Verwirrung auf der FIDE-Generalversammlung 2025 am Wochenende gab – weniger hatten wir nicht erwartet – gab es auch andere positivere Punkte zu vermerken.
Einer davon ist, dass die FIDE zusammengekommen ist, um sich auf eine weitere Expansion zu einigen, mit dem Beitritt von drei neuen Nationen, wodurch die Mitgliederzahl des Schachweltverbands die 200 überschreitet.
Guinea, die Marshallinseln und Kiribati sind allesamt winzige, junge Verbände, die ihre ersten Schritte im internationalen Schach machen. Alle beantragten in diesem Jahr die Mitgliedschaft bei der FIDE, nach Bemühungen von FIDEs Direktor für Schachentwicklung, GM Nigel Short.

Alle drei Nationen hatten ihren Beitritt durch die Delegierten, die überwältigende Unterstützung zeigten, finalisiert und erhielten sofort die Vollmitgliedschaft und Stimmrecht.
Ein neuer burkinischer Schachverband wurde ebenfalls wieder aufgenommen, nachdem sein Vorgänger wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten aus der FIDE ausgeschlossen worden war.
Short, der frühere Herausforderer um den Weltmeistertitel, war in der Vergangenheit eine umstrittene Figur im Schach, aber nur wenige werden mit seiner Förderung des Spiels in Regionen der Welt, in denen Schachstrukturen nicht etabliert sind, streiten.
Nach den Abstimmungen sagte Short: „Während die FIDE-Generalversammlung 2025 zweifellos von einer eher chaotischen Abstimmung über die Zulassung russischer und belarussischer Mannschaften überschattet sein wird, war ich persönlich erfreut über die Aufnahme von Guinea, den Marshallinseln und Kiribati in die globale Schachfamilie.“

Short war auch damit beschäftigt, die Aufsicht der FIDE über die Führung kleinerer Verbände zu verschärfen.
Er fügte hinzu: „Ich war auch froh, dass mein Vorschlag, eine verfassungsrechtliche Lücke zu schließen, durch die eine Person ohne Verbindung zu einem Land bisher in der Lage war, nach nur einem Jahr die Abstimmung zu infiltrieren und zu kapern, genehmigt wurde.“
Bei einem Besuch in Guinea im Juli sagte Short: „Ich verstehe immer noch nur schwer, wie Guinea seit 43 Jahren einen staatlich anerkannten Schach- (und Dame-) Verband hat, es aber irgendwie nicht geschafft hat, der FIDE beizutreten.“
Jetzt ist es soweit.
Die FIDE macht viel Aufhebens darum, eine Familie von Nationen zu sein, gemäß ihrem Motto Gens una sumus ist Latein für „Wir sind eine Familie.“
Die Verbreitung des Schachspiels ist eine ihrer Kernaufgaben.