World Chess Weekly: Weltkrieg in Goa, Russland-Kontroverse, Pragg in London und vieles mehr

Der World Cup hat diese Woche Fahrt aufgenommen und die Überraschungen reißen nicht ab.
Wir sind jetzt im Halbfinale, und zu sagen, es sei nervenaufreibend, ist eine Untertreibung.
Drei Plätze im nächsten Jahr Candidates sind für zwei von vier Spielern verfügbar – keiner von ihnen war vor Turnierbeginn ein großer Favorit.
GMs Nodirbek Yakubboev, Wei Yi, Javokhir Sindarov und Andrey Esipenko haben alle ihre Viertelfinals gewonnen. Das sind zwei aus Usbekistan und keiner aus dem Gastgeberland Indien.
Jeder Top-10-Spieler, der antrat, ist ausgeschieden, und nur zwei über 2700 sind noch übrig. Das sind Yi und Sindarov.
Das Viertelfinale war herzzerreißend für indische Fans, da GM Arjun Erigaisi, der letzte verbliebene einheimische Spieler, von Yi ausgeschaltet wurde. Erigaisi trug eine große Erwartungslast auf seinen Schultern.
GMs Jose Martinez, Alexander Donchenko und Sam Shankland waren die anderen, die ebenfalls ausschieden.
Übrig bleiben die Halbfinals, das Finale und ein entscheidendes Spiel um Platz drei, um die drei Candidates-Plätze zu vergeben.
World Rapid und Blitz
Am Ruhetag des World Cup am Donnerstag nutzte FIDE die Gelegenheit, das Aufgebot für die World Rapid und Blitz bekannt zu geben, die direkt nach Weihnachten stattfinden.
GM Magnus Carlsen und Weltmeister GM Gukesh D stechen hervor, aber wie üblich ist es ein Fest großer Namen. Über 360 Spieler haben ihre Teilnahme an dem Event in Doha bestätigt.
Wenn Sie noch nie ein World Rapid und Blitz Turnier verfolgt haben, erwartet Sie ein Genuss. Mehr Details hier.
FIDEs neueste Kontroverse
Anfang dieser Woche berichteten wir über die FIDE Women's World Team Championships, die in Linares, Spanien, beginnen.
Natürlich steckte mehr dahinter als nur ein Schachturnier: Auch die Geopolitik spielt eine Rolle.
Eine Kontroverse brodelt um die Teilnahme einer "Team FIDE"-Mannschaft, die vollständig aus russischen Spielern besteht. Russische Teams sind derzeit von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen, und indem FIDE Team FIDE antreten lässt, wird dem Weltverband vorgeworfen, zurückzurudern.
Team FIDE ist furchterregend stark. Es hat bereits die Gruppe A des Turniers dominiert und Kasachstan sowie die USA hinter sich gelassen. Nun geht das Event in die Viertelfinals, und Team FIDE trifft auf Usbekistan.
Ein geschwächtes ukrainisches Team, ohne viele seiner Olympia-Goldmedaillengewinner, landete auf dem letzten Platz der Gruppe B und schied aus. FIDE kann aufatmen, dass die Ukraine und "Russland" nicht aufeinandertreffen können.
London ruft für Pragg
Eine weitere große Ankündigung kam am Freitag vor dem 2025 XTX Markets London Chess Classic, das vom 26. November bis 5. Dezember im Emirates Stadium des FC Arsenal stattfindet.
Der indische GM Praggnanandhaa wurde dem Aufgebot für das Open-Turnier hinzugefügt, im Gegensatz zur Elite-Gruppe.
Praggnanandhaa, der 2016 im Alter von 11 Jahren zum ersten Mal daran teilnahm, scheint diesmal mit der alleinigen Absicht angetreten zu sein, genügend FIDE Circuit-Punkte zu sammeln, um den letzten verbleibenden Candidates-Platz zu sichern. Es ist ein Rennen. Er führt bereits die Circuit-Wertung an und muss nur sicherstellen, dass er nicht überholt wird.
GMs Alireza Firouzja und Nodirbek Abdusattorov, die ebenfalls auf einen Candidates-Platz hofften, sind bereits für das Elite-Event gemeldet. Beide sind jedoch wohl aus dem Rennen.
Doch Praggnanandhaa im Open wirft die faszinierende Aussicht auf, dass ein Weltklassespieler gegen Amateure antritt, bei dem jeder Ausrutscher teuer zu stehen kommen könnte.
Praggnanandhaa ist nun der einzige Inder, der es wahrscheinlich zu den Candidates schafft. Die goldene Generation hat diesmal nicht ganz geliefert.
Schlagzeilen der Woche:
- Ist es nicht seltsam, dass die großen Schachnationen beim World Cup nicht gut abschneiden?
- Ivanchuk gegen die Jungen: Legende für Tata Steel Challengers gemeldet
- 'Fast Classical' debütiert inmitten von Kontroversen um russische Beteiligung
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